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Was ist bisher konkret geschehen?

  • Der Kirchengemeinderat (KGR) hat das Verwaltungszentrum informiert, dass die Gemeinde überlegt, eine neues Gemeindehaus zu bauen.
  • Das Verwaltungszentrum hat daraufhin mit dem Bischöflichen Bauamt einen Ortstermin organisiert. Dieser Ortstermin fand mit den relevanten Beteiligten (d.h. Verwaltungszentrum, Vertreter des KGR, Bauausschuss, Bischöfliches Bauamt) im Februar hier in Langenau statt.
  • Sowohl das Verwaltungszentrum als auch das Bischöfliche Bauamt haben die Idee begrüßt. Das heißt noch nicht, dass die Gemeinde bauen kann oder darf, sondern nur, dass der hierfür vorgesehene Prüfungsprozess in Gang kommen kann.
  • Außerdem hat der KGR mehrere neue Gemeindehäuser in der Diözese besichtigt, um einen Eindruck zu bekommen, wie unter den gegenwärtigen Richtlinien ein solches aussehen könnte.

 

Was steht als Nächstes an?

  • Die Kirchengemeinde muss (orientiert an der zukünftigen pastoralen Entwicklung der Gemeinde) ein detailliertes Nutzungskonzept und Raumprogramm entwickeln. Die Ausarbeitung übernimmt ein Team, das dem KGR berichtet.
  • Der KGR muss eine Grundsatzentscheidung treffen, ob der Bau eines Gemeindehauses ernsthaft weiterverfolgt werden soll.
  • Im Rahmen einer sogenannten Bedarfsanerkennung überprüft das Verwaltungszentrum Ulm die finanziellen Möglichkeiten der Gemeinde.
  • Gibt das Verwaltungszentrum grünes Licht, beantragt es die Bedarfsanerkennung beim Bischöflichen Ordinariat.
  • Stimmt das Bischöfliche Ordinariat zu, kann ein Architekt beauftragt werden.
  • Spätestens hier muss die Gemeinde wissen, welchen Anforderungen das Gemeindehaus gerecht werden soll.
  • Im Verlaufe der vorbereitenden Maßnahmen werden dann erste belastbare Aussagen zu den Kosten vorliegen. Diese müssen vom Ordinariat genehmigt werden.
  • Das Verwaltungszentrum wird daraufhin einen Finanzierungsvorschlag erarbeiten. Diesen wiederum muss das Ordinariat genehmigen.
  • Dann erst kann der KGR der Finanzierung und der Durchführung des Bauvorhabens zustimmen.

 

Mit welchen konkreten Kosten rechnet der KGR?

Wirklich belastbare Kostenrechnungen liegen zum gegenwärtigen Planungstand nicht vor. Die genannten Kosten von 1-1,5 Mio. € (für einen Neubau) bzw. 300.000 € (für die Instandhaltung des Gemeindehauses in der gegenwärtigen Form) orientieren sich an Vergleichsprojekten, die in den letzten Jahren in unsere Diözese realisiert worden sind. (Die Schätzungen für den Neubau haben wir dabei deutlich erhöht. Die Kosten für das Vergleichsobjekt bewegten sich um die 900.000 €.)

 

Sind bei den für das aktuelle Gemeindehaus jährlich mit 20.000 € bezifferten Betriebskosten die Mieteinnahmen schon gegengerechnet? 

Ja, das ist der Fall. Letztes Jahr mussten für den Unterhalt nach Abzug aller Einnahmen 22.177 € aufgewendet werden. Die hier bereits abgezogenen Einnahmen betrugen 3.260 €.

 

Was wird bei einer Reduzierung der Nutzungsfläche aus unseren Veranstaltungen, die derzeit den großen Saal füllen?

Hiervon sind zwei von der Gemeinde getragene Veranstaltungen betroffen: das Mitarbeiterfest sowie der Seniorennachmittag. Es ist jedoch fraglich, ob es diese Veranstaltungen in dieser Form und Größe mittelfristig noch geben wird. Die von den Gemeindehausrichtlinien vorgesehenen Flächen scheinen durchaus von realistischen Größen auszugehen.

 

Können die ursprünglichen Baupläne des Gemeindehauses bei Kirche offengelegt werden?

Die möglicherweise im Rahmen eines Wettbewerbs erstellten Pläne liegen der Kirchengemeinde nicht mehr vor.

 

Ist eine Finanzierung notwendig, die für die kommenden Jahre eine große oder sogar zu große Belastung darstellen könnte?

Das Projekt kann und darf nur dann realisiert werden, wenn die Gemeinde die Kosten tragen kann (siehe oben). Die Überprüfung der finanziellen Möglichkeiten sowie die Erarbeitung des Finanzierungsvorschlags erfolgt durch das Verwaltungszentrum Ulm. Erst nach einer Genehmigung des Bischöflichen Ordinariats kann dann der KGR der Finanzierung zustimmen.

 

Was wird bei einem Neubau aus dem aktuellen Gemeindehaus und dem Grundstück?

Zur Finanzierung des Projekts würde das Gemeindehaus abgerissen und das Grundstück verkauft werden. Uns treibt allerdings die Frage um, an wen? Die einfachste Lösung wäre sicherlich der Verkauf an den meistbietenden Investor, der dann versuchen wird aus dem Grundstück eine möglichst hohe Rendite herauszuholen.

Alternativ könnte man das Grundstück aber auch an eine Gruppe von Bauherren, eine so genannte Bauherrengemeinschaft, verkaufen. Interessant wäre das für die Kirchengemeinde deshalb, weil die Zusammensetzung dieser Gemeinschaft in Sinne der Kirchengemeinde beeinflusst werden könnte. So könnten beispielsweise gezielt Familien mit Kindern und ältere Menschen angesprochen werden, die sich auf dem „bauträgerdominierten“ und somit hochpreisigen Wohnungsmarkt schwer tun. Die Kirchengemeinde könnte sich auch selbst mit einer Sozialwohnung beteiligen. Gemeindemitglieder könnten bei einer Bewerbung privilegiert berücksichtigt werden und so für eine positive Ausgestaltung der Bauherrengemeinschaft sorgen.

 

Wäre es nicht sinnvoll, die Kirchengemeinde über einen Neubau demokratisch abstimmen zu lassen?

Eine direkte Abstimmung sieht die Kirchengemeindeordnung hier nicht vor. Es gibt ein demokratisch gewähltes Entscheidungsgremium: den Kirchengemeinderat. Dieser kann und soll sich Anregungen für seine Entscheidungen aus der Gemeinde holen, z.B. in einer Gemeindeversammlung.

 

Zieht der Kirchengemeinderat auch Alternativen zu einem Neubau in Betracht?

Als mögliche Alternative ist bisher allein die Instandhaltung unseres aktuellen Gemeindehauses in seiner derzeitigen Form erörtert worden (d.h. Sanierung des Daches, Erneuerung der Fassade, Einbau einer neuen Küche, Abriss der Garagen, Abriss der Wohngebäude).

Eine aufwendige Sanierung (mit Barrierefreiheit, Neugestaltung der Räumlichkeiten, neuen Fenster und Türen, etc.) stand bisher nicht zur Diskussion.