Neues Gemeindehaus?

Liebe Kirchengemeinde, wir laden Sie ein, mit uns über ein neues Gemeindehaus nachzudenken.

In mehreren Sitzungen haben wir, der Kirchengemeinderat (KGR), uns mit der Idee eines Neubaus auf dem Kirchplatz beschäftigt und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass dies aus mehreren Gründen sinnvoll sein könnte. 

Die Lust auf eine neues Gemeindehaus

  • Vollendung der ursprünglichen Baupläne: Als die Kirche geplant und gebaut wurde, war ein Gemeindehaus direkt vor der Kirche angededacht und in den Plänen des Architekten vorgesehen. Aus Kostengründen konnte das Vorhaben damals nicht verwirklicht werden.
  • Entstehung eines einheitlichen Ensembles: Mit dem Bau eines Gemeindehauses unmittelbar vor der Kirche entsteht ein kompaktes und einheitliches Ensemble von Kirche, Pfarrhaus und Gemeindehaus, das eine intensivere und sinnvollere Nutzung des Kirchengeländes erlaubt.
  • Erreichbarkeit: Ein Gemeindehaus in direkter Nachbarschaft ist leichter zu erreichen; der Kirchenkaffee nach dem Gottesdienst kann unkomplizierter, spontaner und wetterunabhängig organisiert werden. Ortsfremde oder Gäste finden das Gemeindehaus direkt bei der Kirche.
  • Attraktivität: Es entstehen moderne und einladende Räumlichkeiten, die vor allem auch für Jugendliche und junge Familien einladender sind.
  • Barrierefreiheit: Ein neues Gebäude ist behindertengerecht.
  • Betriebskosten: Es kommt zu einer deutlichen Erleichterung und Kostenreduzierung von Gebäudemanagement und Grünpflege.
  • Umweltschutz: Ein neues Gemeindehaus wird modernen Umweltanforderungen gerecht.
  • Nachverdichtung: Das aktuelle Gemeindehaus-Grundstück kann einer sinnvollen Nachverdichtung der Innenstadt zugeführt werden.
  • Finanzierung: Dank hoher Kirchensteuereinnahmen ist ein solches Projekt gegenwärtig wirtschaftlich gut zu stemmen. Das kann in einigen Jahren anders sein. 

Die Last mit dem alten Gemeindehaus

  • Anstehende Sanierungskosten: Um das Gebäude so zu erhalten wie es ist, muss in den nächsten zehn Jahren mit Investitionen bis 300 000 € gerechnet werden. Um einige Beispiele zu nennen, die aktuell anstehen: Allein eine Teilsanierung des Daches beläuft sich auf voraussichtlich 50 - 60 000 €, die Garagen müssen ersetzt, die Wohngebäude, deren Sanierung sich nicht mehr lohnt, früher oder später abgerissen werden. Das ist nur das, was aktuell auf der Agenda stünde.
  • Hohe Betriebskosten: Heizung, Personal, Pflege der Außenanlagen und Winterdienst belaufen sich auf mehr als 20 000 € im Jahr.
  • Attraktivität: Das Gebäude wirkt inzwischen „altbacken“. Sein Zuschnitt entspricht nicht mehr den aktuellen Bedürfnissen.
  • Barrierefreiheit: In Teilen ist das Gebäude nicht behindertengerecht.

Vorgehensweise

Die Entscheidung für oder gegen einen Neubau wollen wir allerdings nicht ohne Sie treffen. Deshalb laden wir Sie ein, mit uns ins Gespräch zu kommen. Wir haben uns hierfür folgende Vorgehensweise überlegt:  

1. Information

Am 26. März 2017 informiert der Kirchengemeinderat die Gemeinde im Gottesdienst über die Idee eines Gemeindehaus-Neubaus und stellt die Gründe vor, die für dieses Vorhaben sprechen.

2. Möglichkeit der Stellungnahme

Sie haben bis zum Weißen Sonntag (23. April) die Gelegenheit, sich schriftlich zum Neubau eines Gemeindehauses zu äußern. Schreiben Sie, was sie uns zu sagen haben, und werfen Sie es im Pfarrbüro ein oder schicken Sie uns eine E-Mail. Wenn Sie kein Freund des geschriebenen Wortes sind, dann dürfen Sie gern auch auf die Mitglieder des KGR zukommen und uns persönlich sagen, was Sie von der Sache halten. 

3. Gemeindeversammlung

Am 7. Mai 2017 wird nach dem Sonntagsgottesdienst eine Gemeindeversammlung stattfinden. Hierbei wird der KGR kurz über die bisherigen Rückmeldungen berichten und dazu Stellung nehmen. Außerdem haben Sie nochmals Gelegenheit ihre Meinung zu äußern. 

4. Grundsatzentscheidung

In einer Kirchengemeinderatssitzung wird das Thema nochmals diskutiert werden und anschließend die Entscheidung getroffen, ob gebaut wird oder nicht. Sie können gern als Zuhörer bei der Sitzung teilnehmen.